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Verwurzelt durch das Ahnenfeld

Jeder hat Wurzeln - auch Du


Baum mit sichtbaren Wurzeln in der Erde
Baum mit tiefen Wurzeln


Ob Du Dich nun verwurzelt fühlst oder nicht….

Du bist das Kind Deiner Eltern, sie haben Dich geprägt mit ihren Verhaltensweisen.

Sie haben Dein Leben und Deinen Alltag bestimmt, ob Du das nun gut fandest oder nicht.

Und ganz egal ob sie für Dich da waren und Du mit ihnen aufgewachsen bist, ob sie liebevoll waren und Du einen behüteten Einstieg ins Leben bekamst oder ob sie sich trennten, ein Elternteil weglief oder Du sogar im Heim warst.

Ganz egal wie sie waren, genau Deine Erfahrungen haben Dich geprägt und Dich zu der Person werden lassen, die Du heute bist. Mit Deinen Gefühlen, mit Deinem Denken und Deinen Verhaltensmustern.

War es eine schöne Kindheit, bist Du vielleicht dankbar für alles was sie Dir gaben, an Aufmerksamkeit und Liebe. Fühlst Du Dich hingegen einsam und verloren, verletzt oder abgeschoben, dann sind die Gefühle eher abschreckend, geprägt von Wut oder Trauen und Du möchtest sie am liebsten los werden.

In dem Fall hast Du wahrscheinlich auch keine Lust auf Wurzeln.


Jedoch und jetzt kommt das große ABER - Du hast diese Wurzeln dennoch, genauso wie Deine Eltern ihre Wurzeln haben. Sie haben ihre Gefühle und Sichtweisen von ihren Eltern als Prägungen bekommen, schließlich waren sie auch mal kleine und verletzliche Kinder.

Genauso wie die Großeltern und Urgroßeltern - alles mal verletzliche kleine Kinder, die beschützt und geliebt werden wollten und sich glücklich schätzen konnten, wenn sie diese liebevolle Aufmerksamkeit bekamen, die so wichtig für ihre Entwicklung und ihren Seelenfrieden war.



Die zwei Weltkriege des letzten Jahrhunderts haben unsere Gesellschaft intensiv geprägt


Damals, zu der Zeit als unsere Urgroßeltern jung waren und sich verliebten, heirateten, Kinder bekamen und für diese nun sorgen mussten, hatten sie ihr eigenes prägendes Umfeld mit einer Erziehung aus Strenge, mit moralischen wachsamen Nachbarn, einer strenggläubigen Kirche, viel Armut und politischen Unruhen, die in zwei Weltkriegen mündeten.

Vielleicht wurden sie auch zwangsverheiratet oder gingen Zweckehen ein.

Jedenfalls hatten sie auch ihre Gefühle, schöne und traurige, wütende und verzweifelte…

All dies prägte ihre Verhaltensweisen, bestimmte ob sie offenherzig sein konnten und auch ihre Kinder warmherzig umsorgten oder ob sie streng und einfordernd ihre Kinder als kleine Arbeitskräfte brauchten und diese schon frühzeitig erwachsen werden mussten.

Zu den Kriegszeiten gab es viel Schmerz, viel Angst, loslassen müssen und Vertreibung, auch das bestimmte ihre Entscheidungen und ihren Umgang mit den Kindern.

Mit anderen Worten die Großeltern lernten früh zu funktionieren, Gefühle zu unterdrücken und das Leben in seiner Härte zu akzeptieren.

In dem Maße wie Moral, Krieg und Vertreibung, Armut und Schmerz in unserer westlichen Welt den Alltag bestimmten, in dem Maße gab es Erlebnisse, die dazu führten das über Entscheidungen die Gefühle zurückstehen mussten, sie wurden schlicht verdrängt.

Im Überlebenskampf ist Funktionalität gefragt um alle „Durchzubringen“.

Das Herz, die Offenheit und Wärme stehen zurück und sind irgendwann kaum mehr spürbar.


Irgendwann ist der Krieg und „die Zeit danach“ vorbei und es geht wieder vorwärts und aufwärts, doch die Gefühle kommen nur langsam wieder hervor und tiefe Entscheidungen, den Schmerz der Verlassenheit nicht mehr spüren zu wollen, haben das Herz nachhaltig verschlossen.

Deshalb fiel es unseren Großeltern so schwer ihre Kinder liebevoll und entspannt zu „erziehen“ - schließlich sollten sie ja in die richtige Richtung wachsen, mit besseren und wertekonformen Ansichten.

Unsere Eltern waren da schon wieder lockerer, die schweren Auswirkungen der Kriege lagen länger zurück und Freiheit und Individualität die maßgeblichen Stichworte der Zeit.

Dennoch sind ihr Mitgefühl und die Wahrnehmung für die Bedürfnisse der anderen, explizit ihrer Kinder, abhängig von der eigenen Gefühlsoffenheit.

Sie könne nur spüren, wofür sie selbst offen und bereit sind.

Steht ein eigener Schmerz im Vordergrund, so hat auch das Mitgefühl wenig Raum - das Herz ist ja schon per Entscheidung vor langer Zeit verschlossen worden.


Nun machen aber nicht alle Mütter und Väter die gleichen Fehler wie ihre Eltern, es gibt Entwicklung, es gibt neue Entscheidungen: „ich mache das anders, als es bei mir war“, „meine Kinder werden es mal besser haben“ etc.


Und das ist gut so, nur so kann Neues entstehen und zur Sicherung des Fortbestandes müssen die Kinder stärker sein, wie ihre Eltern.


Aber: es gibt den ganz tiefen Schmerz, die ganz tiefen Prägungen und die sind meist ein blinder Fleck in der eigenen Wahrnehmung.

- So bekommt die Mutter nicht mit, dass ihr Kind missbraucht wird, da sie es selbst

erlebt hat und eine tiefe Abwehr da ist, hinzuschauen und die Anzeichen zu spüren.

- So ist ein Klaps nicht schlimm, da es ja einem selbst auch nicht geschadet hat.

- So braucht das Kind keinen Vater, denn man selbst ist auch ohne groß geworden.

- So kann das Kind schon wenige Wochen nach der Geburt in die Kita, denn da snd

liebevolle Betreuer und als Mutter ist man schließlich abends wieder da und selbst hat man die Mutter auch nur am Wochenende gehabt, ansonsten war es die

Wochenkrippe oder Oma, die sich kümmerten.



Fazit:


Wie auch immer wir uns entscheiden mögen, die Gefühle und Gedanken sind geprägt aus unseren früheren Erfahrungen und überwiegend aus unserer Kindheit. Die dazugehörenden Erlebnisse kommen über unsere Eltern von deren Verhaltensmustern - aus deren eigener Kindheit usw.


Was und für welche Richtung wir uns auch entscheiden mögen - wir halten uns für den Steuermann in unserem Leben.

Doch eigentlich stehen wir nur auf der Spitze eines Eisberges.

Neunzig Prozent des Eises liegen unsichtbar unter Wasser und lenken eigenmächtig unsere Geschicke.

Wir denken wir steuern, doch es sind die unsichtbaren 90 Prozent, die die wichtigsten Entscheidungen in unserem Leben bestimmen.


Wenn wir das einmal verstanden haben, dann sollten wir doch die Geschichte unserer Ahnen anschauen, endlich mit ihnen ins Gespräch kommen und ihnen helfen, ihr Leben zu sortieren und über neue Entscheidungen wieder die Herzen zu öffnen, für ein liebevolleres und verständnisvolleres Wahrnehmen im Umgang mit sich selbst, mit ihren Kindern und ihrem Umfeld.

In Deiner Innenwelt sind Deine Ahnen lebendig vorhanden. Du kannst mit ihnen reden und ihnen die Auswirkungen ihrer einstigen Entscheidungen, die über Generationen in der Folge die Verhaltensweisen prägten, aufzeigen.

Im Rahmen einer psychobionischen Aufarbeitung werden sie betroffen und signalisieren eine steigende Bereitschaft, ihren Nachkommen ein freieres und autonomeres Leben zu ermöglichen.

Mehr zum Thema kannst Du hier nachlesen.


Über das morphogenetische Feld sind wir verbunden und ein Aufräumen unserer Ahnengeschichte ermöglicht uns, einen persönlichen tiefen Frieden zu erlangen - mit unserer Geschichte, mit unseren Gefühlen, mit unseren Vorfahren.

Damit tragen wir auch ein Stück zur Heilung der Kriegserlebnisse in unserer Gesellschaft bei.


Wenn Deine Ahnen in ihrer natürlichen Ordnung stehen, kannst auch Du Deine Wurzeln und ihre stabilisierende Kraft in Deinem Leben spüren.




Baum mit Sonnenstrahlen
Verwurzelter Baum


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